Preisverleihung in Berlin

Freitag, 15 Uhr - der große Hörsaal der Chemischen Fakultät der TU ist gefüllt von aufgeregtem Murmel und Knistern. Kleine Schokoladenriegel werden hin und her gewendet – Warum habe ich diese Rausch-Schokoladen gleich am Eingang erhalten und darf sie doch nicht essen? Das fragte sich so mancher Gast der Verleihung der Preise für die besten Chemkids im Schuljahr 2016/17.
55 Preisträgerinnen und Preisträger sind mit ihren Eltern, Großeltern oder Geschwistern in den großen Hörsaal der Chemie an der Technischen Universität geströmt.
Als Frau Maul zur Begrüßung das Mikrofon hebt ist sogleich angespannte Stille. Alle lauschen aufmerksam, was in kurzer Reihenfolge Dr. Merkel von der gastfreundlichen TU, Dr. Sawinsky vom Arbeitgeberverband der Nordostchemie und Herr Kranz von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie an lobenden Worten für die vor ihnen sitzenden Chemietalente finden. Herr Kranz überbrachte die Grüße der Senatorin Frau Scheeres und betonte, dass Talente in Berlin an neu eingerichteten Forschungsorten ihren Interessen folgen können – mit gleichgesinnten Mitschülern oder auf eigene Faust.
Dann kam die Zeit für Schokolade! Professor Roth hatte einen ganz besonderen Vortrag im Gepäck und alle Liebhaber der süßen Verführung durften nicht nur ihm zu hören sondern das Gesagte am Originalobjekt genüsslich überprüfen. Am Ende der Schokoladenvorlesung saßen kleine und große Schokoladenexperten in den Bänken, die sicherlich ihren Freunden von diesem besonderen Wissen über die Finessen der Schokoladenherstellung inzwischen weitererzählt haben.
Als Frau Maul zum zweiten Mal das Mikrofon hob, spürten alle, nun ist es soweit. Jetzt werden alle Preisträger in kleinen Gruppen nach vorne gebeten und erhalten die tollen Experimentierkästen und weitere Überraschungen als Lohn für ihre besonderen Forschungsanstrengungen. Bei denen, die sogar in beiden Wettbewerbsrunden sehr erfolgreich teilgenommen hatten, fiel das Gabenpaket besonders üppig aus. Die Jüngeren staunten nicht schlecht, dass sogar eine Forschungsreise für die großen Sieger erreichbar ist – die Fahrten zu den Unilaboren an der Hochschule in Merseburg oder der Universität in Mainz – wenn sie weiterhin engagiert nach Rundis Anregungen forschen.
Bevor sich alle zum großen Abschlussfoto und Naschen am Buffet verabschiedeten, dankte Frau Maul den engagiertesten Schulen und deren Lehrer (in diesem Jahr der Kiepert-Grundschule, dem Emmy-Noether-Gymnasium und dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium) sowie dem Jurorenteam, das alle 1087 Wettbewerbsarbeiten so gründlich studierte und diskutierte.
Manch einer sagte am Ende „auf Wiedersehen“ und hatte die neue Aufgabe schon in der Hand…

 

 

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